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Polychaeta source details

Harms, J.W. (1948). Über ein inkretorisches Cerebralorgan bei Lumbriciden, sowie Beschreibung eines verwandten Organs bei drei neuen Lycastis-Arten. Wilhelm Roux' Archiv für Entwicklungsmechanik der Organismen. 143(3-4): 332-346.
304008
10.1007/bf00576754 [view]
Harms, J.W.
1948
Über ein inkretorisches Cerebralorgan bei Lumbriciden, sowie Beschreibung eines verwandten Organs bei drei neuen <i>Lycastis</i>-Arten
Wilhelm Roux' Archiv für Entwicklungsmechanik der Organismen
143(3-4): 332-346
Publication
World Polychaeta Database (WPolyDb)
[None. Work starts as:]
Man sollte annehmen, daß ein so gründlich untersuchtes Tier, wie es der Regenwurm (Lumbricus) ist, morphologisch und histologisch nichts Neues mehr erwarten ließe. Wenn wir jedoch mit experimentellmorphologischen Methoden und mit einer entwicklungsphysiologischen Fragestellung an ein Tier herangehen, so ergeben sich oft doch noch neue, auch rein morphologische Befunde sogar bei häufig vorkommenden einheimischen Tieren.
Das weite Gebiet der Inkretion bei Wirbellosen ist noch kaum erschlossen, hier kann also die experimentell-morphologische Methode noch sehr viel Neues bringen. Wit kommen auf diesem Gebiete erst zu gesicherten Resultaten, wenn wir die Wirbellosen daraufhin vergleichend untersuchen, ob bei ihnen nicht auch ein inkretorisches System existiert, wie wir es in so typischer und geradezu charakterisierender Weise bei den Chordaten haben. So fand ich schon 1913 erstmalig bei einem Wirbellosen, der den Anneliden nahestehenden Physcosoma, ein inkretorisches Organ, das ich als Internephridialorgan bezeichnete, weil es eine morphologische und physiologische Ähnlichkeit mit der Nebennierenrinde (Interrenalorgan) der Vertebraten hat. Auch bei Insekten haben wir in den Corpora allata wichtige Inkretionsorgane, wie das Pflugfelder in den letzten Jahren nachgewiesen hat. Die Corpora allata der Stabheuschrecken sind bläschenförmige Organe, welche dem Dorsalgefäß hinter dem Gehirn dicht anliegen. Das von ihnen gebildete Hormon steht in enger Beziehung zum Häutungsgeschehen, zur Färbung, zur Fortpflanzung und zur Regenerationsfähigkeit. Von besonderem Interesse sind Gewebswucherungen und Gewebsentartungen nach Wegnahme und Transplantation dieser Organe. Die enge Beziehung zwischen innerer Sekretion und Gewebspathologie ist dadurch bewiesen. Besonders lebhafte Wucherungen krebsartiger Natur können dann verursacht werden, wenn embryonale Gewebe in Tiere mit experimentell gestörtem Hormonstoffwechsel verpflanzt werden.
Greater Indonesia
Internal anatomy
Systematics, Taxonomy
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by
2018-08-08 19:53:26Z
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