Foraminifera taxon details
Gromia dujardinii Schultze, 1854
901736 (urn:lsid:marinespecies.org:taxname:901736)
accepted
Species
marine
recent only
Schultze, M. J. S. (1854). Über den Organismus der Polythalamien (Foraminiferen), nebst Bemerkungen über die Rhizopoden im allgemeinen. <em>Ingelmann, Leipzig.</em> 1-68., available online at https://books.google.pt/books?id=o7rk00_xueQC
page(s): 55-56 [details]
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Original description Gromia Dujardinii nov. spec.
Tab. VII, fig.1-7.
Körper kuglig oder eiförmig,in seiner Gestalt wenig...
Tab. VII, fig.1-7.
Körper kuglig oder eiförmig,in seiner Gestalt wenig...
Original description Gromia Dujardinii nov. spec.
Tab. VII, fig.1-7.
Körper kuglig oder eiförmig,in seiner Gestalt wenig veränderlich,farblos oder schwach gelblich,mit kurzer oder ganz fehlender halsartiger Verlängerung an der Mündung , das Thier dunkel sepiabraun , undurchsichtig, die Fortsätze glasartig durchsichtig,ohne jede Spur strömender Körnchen. Grösse bis ½’’’ Durchmesser.
Diese nur in Gläsern mit Anconenser Polythalamien von mir aufgefundene neue Art, die ich auch jetzt noch, 9 Monate nach dem Einsammeln, in mehreren Exemplaren lebend besitze, unterscheidet sich von der vorigen [from Gromia oviformis] ausser durch die in jedem Alter gleiche eigenthümliche braune Farbe besonders durch die Beschaffenheit der Fortsätze. Dieselben sind glasartig durchsichtig, homogen , ohne jede Spur der fliessenden Körnchen , die in ihrem Auf- und Abströmen den Pseudopodien der Gromia oviformis, wie denen aller kalkschaligen Rhizopoden, ein so eigenthümliches Ansehen gewähren. Die Bewegung der meist breit beginnenden und sich schnell verästenden Fortsätze ist viel langsamer als bei der vorigen Art. Nur die allmählich eintretenden Formveränderungen zeugen von dem die zähe, hyaline Masse beherrschenden Leben, eine Bewegung in der Masse selbst lässt sich, da ihr jeder geformte Bestandtheil fehlt, nicht wahrnehmen. Der in der Schale eingeschlossene Thierkörper enthält in seiner homogenen Grundmasse sehr zahlreiche, scharf contourirte, zähe, solide Körperchen mit feinkörnigem, bräunlichen Inhalte, und 0,000―0,006‘‘‘ Durchmesser (Tab. VII, fig. 2 und 7), die, wie pag. 21 angeführt worden, chemisch durch ihre ausserordentliche Resistenz gegen Säuren und Alkalien wie ihre Unlöslichkeit in Alcohol und Aether ausgezeichnet sind.
Von den bei Gromia oviformis erwähnten Kernen findet sich weder in den älteren noch jüngeren Exemplaren dieser Species eine Spur. Dagegen wurden einmal in einem erwachsenen Thiere mehrere 0,032‘‘‘ grosse Körperchen, deren eines Tab. VII, fig. 3 und 4 bei 72 und 180mal. Vergröss. abgebildet worden, beobachtet, welche aus einer starren durchsichtigen Hülle und einem ähnlichen körnigen Inhalt, wie in den erwachsenen Gromien, bestanden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir es hier mit noch vom Mutterthier eingeschlossenen Jungen zu thun haben.
Als Anhang zu diesen Gromien erwähne ich hier einiger kleiner Rhizopoden, welche auf Tab. VII, fig. 13, 14, 16 abgebildet sind, von Gromia sich nur durch ihre Kalkhülle unterscheiden, und falls dieselben ausgebildete Thiere darstellen, der Gattung Ovulina d'Orb. untergeordnet werden müssen. Dieselben streckten zu einer grossen Schalenöffnung feinkörnige Fortsätze hervor. Der Inhalt glich dem junger Gromien, und bei dem fig. 14 abgebildeten, 0,1‘‘‘ grossen, mit unregelmässig körniger Kalkschale bedeckten Exemplare wurde nach dem Zerdrücken auch ein Kern (fig.15) wie bei Gromia oviformis beobachtet.
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Tab. VII, fig.1-7.
Körper kuglig oder eiförmig,in seiner Gestalt wenig veränderlich,farblos oder schwach gelblich,mit kurzer oder ganz fehlender halsartiger Verlängerung an der Mündung , das Thier dunkel sepiabraun , undurchsichtig, die Fortsätze glasartig durchsichtig,ohne jede Spur strömender Körnchen. Grösse bis ½’’’ Durchmesser.
Diese nur in Gläsern mit Anconenser Polythalamien von mir aufgefundene neue Art, die ich auch jetzt noch, 9 Monate nach dem Einsammeln, in mehreren Exemplaren lebend besitze, unterscheidet sich von der vorigen [from Gromia oviformis] ausser durch die in jedem Alter gleiche eigenthümliche braune Farbe besonders durch die Beschaffenheit der Fortsätze. Dieselben sind glasartig durchsichtig, homogen , ohne jede Spur der fliessenden Körnchen , die in ihrem Auf- und Abströmen den Pseudopodien der Gromia oviformis, wie denen aller kalkschaligen Rhizopoden, ein so eigenthümliches Ansehen gewähren. Die Bewegung der meist breit beginnenden und sich schnell verästenden Fortsätze ist viel langsamer als bei der vorigen Art. Nur die allmählich eintretenden Formveränderungen zeugen von dem die zähe, hyaline Masse beherrschenden Leben, eine Bewegung in der Masse selbst lässt sich, da ihr jeder geformte Bestandtheil fehlt, nicht wahrnehmen. Der in der Schale eingeschlossene Thierkörper enthält in seiner homogenen Grundmasse sehr zahlreiche, scharf contourirte, zähe, solide Körperchen mit feinkörnigem, bräunlichen Inhalte, und 0,000―0,006‘‘‘ Durchmesser (Tab. VII, fig. 2 und 7), die, wie pag. 21 angeführt worden, chemisch durch ihre ausserordentliche Resistenz gegen Säuren und Alkalien wie ihre Unlöslichkeit in Alcohol und Aether ausgezeichnet sind.
Von den bei Gromia oviformis erwähnten Kernen findet sich weder in den älteren noch jüngeren Exemplaren dieser Species eine Spur. Dagegen wurden einmal in einem erwachsenen Thiere mehrere 0,032‘‘‘ grosse Körperchen, deren eines Tab. VII, fig. 3 und 4 bei 72 und 180mal. Vergröss. abgebildet worden, beobachtet, welche aus einer starren durchsichtigen Hülle und einem ähnlichen körnigen Inhalt, wie in den erwachsenen Gromien, bestanden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir es hier mit noch vom Mutterthier eingeschlossenen Jungen zu thun haben.
Als Anhang zu diesen Gromien erwähne ich hier einiger kleiner Rhizopoden, welche auf Tab. VII, fig. 13, 14, 16 abgebildet sind, von Gromia sich nur durch ihre Kalkhülle unterscheiden, und falls dieselben ausgebildete Thiere darstellen, der Gattung Ovulina d'Orb. untergeordnet werden müssen. Dieselben streckten zu einer grossen Schalenöffnung feinkörnige Fortsätze hervor. Der Inhalt glich dem junger Gromien, und bei dem fig. 14 abgebildeten, 0,1‘‘‘ grossen, mit unregelmässig körniger Kalkschale bedeckten Exemplare wurde nach dem Zerdrücken auch ein Kern (fig.15) wie bei Gromia oviformis beobachtet.
[details]
Hayward, B.W.; Le Coze, F.; Vachard, D.; Gross, O. (2025). World Foraminifera Database. Gromia dujardinii Schultze, 1854. Accessed at: https://www.marinespecies.org/Foraminifera/aphia.php?p=taxdetails&id=901736 on 2026-03-10
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Schultze, M. J. S. (1854). Über den Organismus der Polythalamien (Foraminiferen), nebst Bemerkungen über die Rhizopoden im allgemeinen. <em>Ingelmann, Leipzig.</em> 1-68., available online at https://books.google.pt/books?id=o7rk00_xueQC
page(s): 55-56 [details]
basis of record Ellis, B. F.; Messina, A. R. (1940-2015). Catalogue of Foraminifera. <em>Micropaleontology Press, American Museum of Natural History, New York.</em> [details]
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basis of record Ellis, B. F.; Messina, A. R. (1940-2015). Catalogue of Foraminifera. <em>Micropaleontology Press, American Museum of Natural History, New York.</em> [details]
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Original description Gromia Dujardinii nov. spec. Tab. VII, fig.1-7.
Körper kuglig oder eiförmig,in seiner Gestalt wenig veränderlich,farblos oder schwach gelblich,mit kurzer oder ganz fehlender halsartiger Verlängerung an der Mündung , das Thier dunkel sepiabraun , undurchsichtig, die Fortsätze glasartig durchsichtig,ohne jede Spur strömender Körnchen. Grösse bis ½’’’ Durchmesser.
Diese nur in Gläsern mit Anconenser Polythalamien von mir aufgefundene neue Art, die ich auch jetzt noch, 9 Monate nach dem Einsammeln, in mehreren Exemplaren lebend besitze, unterscheidet sich von der vorigen [from Gromia oviformis] ausser durch die in jedem Alter gleiche eigenthümliche braune Farbe besonders durch die Beschaffenheit der Fortsätze. Dieselben sind glasartig durchsichtig, homogen , ohne jede Spur der fliessenden Körnchen , die in ihrem Auf- und Abströmen den Pseudopodien der Gromia oviformis, wie denen aller kalkschaligen Rhizopoden, ein so eigenthümliches Ansehen gewähren. Die Bewegung der meist breit beginnenden und sich schnell verästenden Fortsätze ist viel langsamer als bei der vorigen Art. Nur die allmählich eintretenden Formveränderungen zeugen von dem die zähe, hyaline Masse beherrschenden Leben, eine Bewegung in der Masse selbst lässt sich, da ihr jeder geformte Bestandtheil fehlt, nicht wahrnehmen. Der in der Schale eingeschlossene Thierkörper enthält in seiner homogenen Grundmasse sehr zahlreiche, scharf contourirte, zähe, solide Körperchen mit feinkörnigem, bräunlichen Inhalte, und 0,000―0,006‘‘‘ Durchmesser (Tab. VII, fig. 2 und 7), die, wie pag. 21 angeführt worden, chemisch durch ihre ausserordentliche Resistenz gegen Säuren und Alkalien wie ihre Unlöslichkeit in Alcohol und Aether ausgezeichnet sind.
Von den bei Gromia oviformis erwähnten Kernen findet sich weder in den älteren noch jüngeren Exemplaren dieser Species eine Spur. Dagegen wurden einmal in einem erwachsenen Thiere mehrere 0,032‘‘‘ grosse Körperchen, deren eines Tab. VII, fig. 3 und 4 bei 72 und 180mal. Vergröss. abgebildet worden, beobachtet, welche aus einer starren durchsichtigen Hülle und einem ähnlichen körnigen Inhalt, wie in den erwachsenen Gromien, bestanden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir es hier mit noch vom Mutterthier eingeschlossenen Jungen zu thun haben.
Als Anhang zu diesen Gromien erwähne ich hier einiger kleiner Rhizopoden, welche auf Tab. VII, fig. 13, 14, 16 abgebildet sind, von Gromia sich nur durch ihre Kalkhülle unterscheiden, und falls dieselben ausgebildete Thiere darstellen, der Gattung Ovulina d'Orb. untergeordnet werden müssen. Dieselben streckten zu einer grossen Schalenöffnung feinkörnige Fortsätze hervor. Der Inhalt glich dem junger Gromien, und bei dem fig. 14 abgebildeten, 0,1‘‘‘ grossen, mit unregelmässig körniger Kalkschale bedeckten Exemplare wurde nach dem Zerdrücken auch ein Kern (fig.15) wie bei Gromia oviformis beobachtet.
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